Am 18.03.2026 in der RNZ veröffentlicht.
Um den Hohen Nistler und Weißen Stein herum haben sich viele Bürgerinitiativen gebildet. Alle ihre Mitglieder investieren ehrenamtlich viele Stunden, um den wertvollen Wald vor der Bebauung durch Wind-Industrieanlagen zu verschonen und eine Ausweisung als Vorranggebiet dafür zu verhindern. Ich schreibe bewusst Industrieanlagen, denn es sind keine kleinen Windrädchen, wie oft suggeriert wird. Das ist Schönrednerei, die wohl dazu dient, dem „Bürger“ Windkraftanlagen im Wald schmackhaft zu machen. Ähnliche Beschönigungen liegen vor, wenn von „Wind ernten“ gesprochen wird (Ernten setzt ein Säen und Wachsen voraus) oder von „Windmühlen“, verharmlosende und romantisierende Bezeichnungen, die positiv besetzte Assoziationen an frühere Zeiten wecken sollen. Moderne, industriell geprägte Anlagen haben mit dem handwerklichen Geschehen von früher nichts gemein. Unter Windmühlen und Ernten hatte die Natur damals nicht zu leiden, im Gegensatz zu unseren heutigen Unternehmungen. Da Windkraftanlagen notwendig sind, sollten sie in die Ebene, wo in natürliche Prozesse weniger stark eingegriffen werden muss als in Waldgebieten.