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„Nichts Wichtigeres?“ Leserbrief

Am 02.04.2026 in der RNZ veröffentlicht.

Wie die Bürgerschaft spätestens seit der Sitzung des Planungsausschusses des VRRN Ende vergangenen Jahres weiß, haben Voruntersuchungen des Planungsgebietes zur Nutzung für die Windkraft bereits 500 000 Euro verschlungen. Seitdem ist weitere Zeit verstrichen, die Prozesse laufen weiter und verbrauchen Geld. Es ist daher zu vermuten, dass hier inzwischen noch eine ordentliche Schippe Kosten draufzurechnen ist. Ein möglicher Bürgerentscheid zur Sache und alles was daran hängt, ist auch nicht kostenlos. Abgeleitet aus den Erfahrungen in Dossenheim und Schriesheim und übertragen auf Heidelberg werden hier sicherlich auch nochmal mehrere 100 000 Euro zusammenkommen, bis man das Stimmungsbild der Heidelberger Bevölkerung kennt. Aber damit kann das Projekt immer noch nicht realisiert werden! Es müssen viele weitere Schritte gemacht werden, bis irgendwann unter Umständen mal ein Ergebnis erreicht wird, was zum Bauen befugt. Auch diese verursachen noch weitere Ausgaben, und der Ausgang ist mehr als ungewiss. Schlussendlich zahlt die finale Rechnung der Verbraucher. Fasst man alles zusammen und geht vom ungünstigsten Fall aus, der eintreten kann, summiert sich der Gesamtvorgang vor Baubeginn auf mehrere Millionen Euro und am Ende ist das Ergebnis wertlos. Können oder sollen wir uns das bei klammen Stadtkassen leisten? Gibt es nichts Wichtigeres in der Stadt, was mit diesem Geld bewältigt werden könnte? Und das alles für ein Projekt, was partout von wenigen Protagonisten erzwungen werden soll und in weiten Teilen der Bürgerschaft keine Akzeptanz erfährt. Ist uns das der „Lammerskopf“ wert?