Am 10.12.2024 in der RNZ veröffentlicht.
Es packt einen schon das kalte Grausen und lässt den Leser an der Absicht des Leiters des Projektbeirates zweifeln, wenn dermaßen unverhohlen Stellung für die geplante Monstrosität auf dem Lammerskopf bezogen wird. Wie üblich wird die Kritik an dem Projekt auf die allgegenwärtige Fledermaus kleingeredet, die wertvollen Baumbestände werden nicht angetastet, von Grundwasser und Quellschutz ist erst gar nicht mehr die Rede. Nur die offensichtlichsten Widersprüche gegen das Projekt werden kurz angerissen, die Öffentlichkeit soll beruhigt werden, der Planungsbeirat sei ja auch mit den Kritikern besetzt. War der Inhalt dieses Gespräches überhaupt mit dem Beirat abgestimmt ? Wo sind die genannten Gutachten zur Einsicht ? Nichtsdestotrotz wird der Eindruck erweckt, dass alles geprüft sei, das Leuchtturmprojekt befinde sich in der Endphase. Tatsache ist aber, nichts ist entschieden bisher, es soll eine Absicht zementiert und als unabänderlich hingestellt werden. Egal ob Landrat zu den Windrädern auf dem Weißen Stein/Hoher Nistler, oder Umweltbürgermeister/Projektbeiratsleiter hier in Heidelberg, es wird mächtig Stimmung gemacht. Doch zu wessen Nutzen ? Fläche ist in und um Heidelberg mehr als genug ausgewiesen worden – es gäbe weitaus unbedenklichere und logischere Flächen, das will man aber erst gar nicht aufgreifen. Auf jeden Fall, durch dieses Vorgehen hier, wird den Institutionen erneut schweren Schaden zugefügt und lässt den Bürger an dem Willen zum Ausgleich zweifeln, wenn immer und immer wieder sachliche hochqualitative Kritikpunkte dermaßen plump bei Seite gewischt werden.