2023 in der RNZ erschienen – als Reaktion auf Lamontains Interview, in dem er WKA gut und sinnvoll findet und sagt, Heidelberg werde diese bauen, denn in seiner Heimat seien diese sehr ästhetisch anzusehen, also auch hier.
So ganz verstehe ich die Aufregung um dieses Interview nicht. Immerhin ist der Umweltbürgermeister mit Sicherheit der letzte, der über diesen Bau zu entscheiden hat.
Die Entscheidung wird wenn, dann in Stuttgart bei der Landesregierung oder in Berlin in der Grünen Parteizentrale getroffen. Heidelberg darf sich dann nur noch um einen Bauabschnitt bewerben – mehr nicht. Was mich hingegen schockiert ist, wie ein Umweltbürgermeister die Belange der Natur, der Grundwasserversorgung, des Wohlbefindens der Bürger, die Beziehung zu den Nachbargemeinden, dermassen mit Füssen tritt. Vielleicht ist dieses Vorgehen seinem Grünen Parteibuch und der Parteidisziplin geschuldet – diese Frage wird nur er selbst beatworten können. Diese Verhalten sollte überdacht werden und eines der Ämter aufgegeben werden, sie passen bei gesundem Menschenverstand nicht zusammen.
Zu den ästhetischen Postkartenansichten des Herrn Umweltbürgermeisters möchte ich hinzufügen, dass der Landesminister Hauck bei seinem Auftritt in Schönau unserem Oberbürgermeister schon anbot, Teile des Stadtwaldes für den Bau von WKAs freizugeben – Windkraftindustrie oberhalb des Heidelberger Schlosses wäre also schneller möglich als sich die Stadtverwaltung vielleicht dachte. Honorig ist der Gedankengang unsers OBs zweifellos, ästhetischen Schaden von AltHeidelberg abzuwenden, aber nicht zu Lasten der Natur, der Bürger und der Nachbargemeinden im Steinachtal. Vernünftige Alternativen müssen gesucht und umgesetzt werden.