„Stimmenfang“ Leserbrief
Noch nicht veröffentlicht. Sehr geehrte Damen und Herren, wie schon bei den Bürgerentscheiden in Dossenheim und Schriesheim geht das Forum Energiedialog bei den Jugendlichen auf Stimmenfang. Ich hoffe nur, dass
unabhängig | überparteilich | unpolitisch
Mehrere Betreibergesellschaften planen den Bau von über einem Dutzend WKA in Heidelberger Waldgebieten. Ein verheerender Einschnitt in unsere Lebensqualität und die Natur.
Mehr Infos: Daten und Fakten
Die Windmessungen am Lammerskopf liefen vom 24.08.2024 bis 21.12.2024. In dieser Zeit wurde wegen Hubschrauberflügen nur drei Monate lang gemessen.
Laut Technischer Richtlinie TR 6 der „Fördergesellschaft Windenergie und andere Dezentrale Energien“ ist für eine belastbare Beurteilung des Windpotenzials eine mindestens zwölfmonatige Messung erforderlich.
Der Standort liegt in einem Niedrigwindgebiet. Bei der erwarteten geringen Volllaststundenzahl (< 20 %), hohen Erschließungskosten durch das steile Gelände und geplanten Abschaltzeiten wegen Vögeln und Fledermäusen ist die tatsächliche CO – Einsparung sehr fraglich. Hinzu kommen CO intensive Maßnahmen wie Betonfundamente, Wegebau und Infrastruktur. Der abgeholzte Wald würde hingegen erhebliche Mengen CO pro Jahr binden.
Der Regionalverband der Metropolregion hat das Gebiet schon 2025 aus den Windenergie-Vorrangflächen gestrichen. Geeignetere Standorte finden sich nahe der Autobahn A5. Diese wurden bislang nicht hinreichend geprüft.
Der Lammerskopf ist für große Energieversorger aus Kostengründen uninteressant. Es ist wahrscheinlich, dass die Kunden der Stadtwerke Heidelberg den Preis für solche Fehlentscheidungen zahlen werden.
Die geplanten Standorte liegen in einem europäischen Flora Fauna-Habitat-Gebiet (FFH). Es handelt sich um wertvollen, artenreichen Mischwald mit hoher ökologischer Bedeutung. Eine Rodung von rund 40 Hektar (ca. 56 Fußballfelder) sowie die dauerhafte Zerstückelung und Versiegelung von Flächen würden einen erheblichen Eingriff in diesen sensiblen Lebensraum darstellen.
Zu den betroffenen Arten zählen streng geschützte Waldtiere, Vogelarten, Fledermäuse, Reptilien und Amphibien. Die von den Betreibern beauftragte sogenannte Natura 2000-Verträglichkeitsuntersuchung wird von Fachleuten scharf kritisiert (BUND, Nabu, UPI, FrInaT).
Am 12. Juli 2026 entscheidet Heidelberg in einem Bürgerentscheid über die weitere Planung von Windenergie am Lammerskopf. Der folgende Artikel fasst die wichtigsten Hintergründe und Eckdaten zusammen.
Ausmaße der Eingriffe in die Natur:
Beispiel Hohenlochen
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Lammerskopf WKA-Projekt:
Einfach erklärt
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Aktualisiert am 13.02.2026 Momentan sind keine Termine geplant… Auch interessant: Beitrag: Inhaltliche Fehler, Unschärfen und Widersprüche in bestehenden Gutachten ARD-Reportage: Windräder im Wald – Warum Widerstand zwecklos ist (ab Minute
In der Berichterstattung der vergangenen Tage wird von einem Informationsstand des Forums Energiedialog BW vor der Zentralmensa der Uni HD Im Neuenheimer Feld berichtet.
Im Finanzausschuss der Stadt HD wurde für den Energiedialog BW geworben als ein „Vermittler“ zwischen den Ansichten zum Thema Windkraft im Wald in und um HD. Ein Beigeschmack blieb damals schon bestehen, da die Beauftragung des vom Land BW eingesetzten Dienstleisters von der Stadt HD erfolgt. Die Befürworterhaltung der Stadt zum Thema ist jahrelang bekannt.
Nun berichtet der Artikel von der Art und Weise, wer und wie hier informiert wurde und gipfelt in der Aussage eines Interviewauszuges mit einer Standbetreiberin, dass die „Gegenseite“, also die Bürgerinitiativen und Vereine, einen Flyer in den Umlauf gebracht haben, der häufig angesprochen wird.
Allein diese Formulierung „Gegenseite“ zeigt eindeutig die „Nicht-Neutralität“ des Energiedialogs BW, die so häufig beworben wurde. Ferner erkennt man dies auch in anderen Zusammenhängen.
Wir als NOW Ziegelhausen werden aus Protest daher an der zentralen Infoveranstaltung des Energiedialogs BW nicht teilnehmen, da wir eine faire und neutrale Information zur Sache unterstützen und keine Kampagne der Befürworter mitbetreiben werden.