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Drei Jahre Einsatz – ein Teilerfolg. Und der Weg geht weiter.

Seit drei Jahren zeigt unsere Bürgerinitiative NOW Ziegelhausen … und Neckartal, was möglich wird, wenn Menschen zusammenstehen, Verantwortung übernehmen und ihre Heimat nicht einfach aus der Hand geben. Die jüngste Entscheidung des Planungsausschusses ist ein wichtiger Schritt – aber noch kein endgültiger Sieg. Gerade deshalb braucht unser Stadtteil weiterhin wache Bürger, die hinschauen, handeln und gemeinsam für ein lebenswertes Neckartal einstehen.

Eine Geschichte von Mut, Zusammenhalt und Heimatliebe

Als sich 2023 die ersten Stimmen gegen die massiven Eingriffe rund um den Lammerskopf erhoben, konnte niemand ahnen, welche Dynamik daraus entsteht. Aus Sorge wurde Engagement. Aus Engagement wurde eine Initiative. Und aus der Initiative wurde eine starke Gemeinschaft, die drei Jahre lang unermüdlich aufklärt, hinterfragt und Alternativen aufzeigt.

In dieser Zeit entstanden Info-Veranstaltungen, sachliche Visualisierungen, politische Gespräche und eine Vernetzung über die Grenzen Ziegelhausens hinaus. Immer getragen vom gleichen Ziel: die Natur zwischen Neckar und Odenwald schützen – und dabei die Energiewende fair, umsichtig und verantwortungsvoll gestalten.

Der Teilerfolg – und warum er uns motivieren sollte

Mit der Entscheidung des VRRN-Planungsausschusses vom 21. November 2025, den Lammerskopf nicht erneut als Vorranggebiet auszuweisen, wurde ein wichtiges Zeichen gesetzt: Bürgerstimmen wirken. Beharrlichkeit wirkt. Sachargumente wirken.

Doch die Geschichte endet hier nicht. Der Heidelberger Oberbürgermeister kündigt an, eigene Wege auf kommunaler Ebene zu prüfen – selbst ohne Vorranggebiet. Das bedeutet: Der Einsatz unserer Bürgerinnen und Bürger bleibt weiterhin entscheidend.

Warum der Lammerskopf zurecht kein Vorranggebiet mehr ist

1. Das Flächenziel ist längst erfüllt

Für den badischen Teil der Region liegt das gesetzlich geforderte Flächenziel bei 1,8 %. Bereits ohne den Lammerskopf wird dieses Ziel mit 2,1 % klar übererfüllt. Ein erheblicher Teil dieser Flächen liegt bereits im Rhein-Neckar-Kreis. Vor diesem Hintergrund ist die Argumentation der Stadt Heidelberg – und insbesondere die Position des Oberbürgermeisters – für viele Bürgerinnen und Bürger nicht nachvollziehbar.

2. Eine Agenda ohne breite Unterstützung

Die Forderung, den Lammerskopf dennoch für kommunale Windkraftnutzung zu öffnen, wirkt wie eine persönliche Agenda, die weder gesellschaftlich noch politisch getragen wird. Der Planungsausschuss des Regionalverbands Rhein-Neckar hat dies am 21.11.2025 klar bestätigt: Der Antrag Heidelbergs wurde eindeutig abgelehnt.

3. 500.000 € Steuergeld trotz Warnung 2023

Schon 2023 hatte das Regierungspräsidium Karlsruhe davon abgeraten, den Lammerskopf weiterzuverfolgen. Dennoch gab die Stadt Heidelberg über 500.000 € für ein Gutachten aus. Angesichts der angespannten Haushaltslage ist dies ein unverantwortlicher Umgang mit öffentlichen Mitteln.

4. Windkraft ja – aber an geeigneten Standorten

NOW Ziegelhausen unterstützt die Ziele der Energiewende, aber nicht auf Kosten geschützter Waldflächen. Windkraft gehört auf geeignete Standorte – der Wald, unabhängig vom Teilgebiet, zählt nicht dazu.

5. Warum der Standort ungeeignet ist

Der Lammerskopf liegt in wertvollem Mischwald, teils Landschaftsschutzgebiet, teils Natura-2000-Gebiet. Die Eingriffe wären massiv, die Wirtschaftlichkeit gering und die Genehmigungen langwierig. Wer die Energiewende beschleunigen möchte, setzt auf geeignete Flächen ohne irreversible Naturzerstörung.

 

Gemeinschaft, die man spürt – Eindrücke eines besonderen Teams

Teamgeist pur: Zwei engagierte Mitglieder der Initiative nach einer Sitzung – sichtbar stolz, entschlossen und bereit für die nächsten Schritte.

 

Gemeinsam stärker: Ein großer Teil des NOW-Teams beim Austausch nach einer Sitzung.

 

Was bleibt? Eine klare Botschaft.

Wir feiern unseren Teilerfolg.
Wir bleiben wach.
Wir bleiben höflich, konstruktiv – aber bestimmt.
Und wir zeigen weiterhin: Ziegelhausen ist lebendig, wehrhaft und voller Menschen, die ihre Heimat lieben.

Die Geschichte von NOW ist eine Geschichte, wie man sie früher schon kannte:

Gemeinschaft bewegt etwas.
Und nur Gemeinschaft bewahrt etwas.